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Würdet ihr z.B. für eure Oma Fleisch kaufen?

in 6.) Eltern & Familie von
Meine Oma (81 Jahre alt, gehbehindert und daher größtenteils auf fremde (Einkaufs-)Hilfe angewiesen) bittet mich gelegentlich, Fleisch für sie einzukaufen.  Was würdet ihr machen, der alten Frau die Bitte abschlagen oder schweren Herzens die Tierleichen ins Seniorenwohnheim schleppen?

Dass ich Veganerin bin, weiß sie, auch aus welchen Gründen. Sie stimmt mir da zwar zu, mit dem Tierleid in den Tierfabriken usw., doch für sie selbst kommt eine Ernährungsumstellung nicht in Frage. Sie sagt, sie wäre zu alt dafür (was natürlich Quatsch ist, höchstwahrscheinlich würde sie ohne all das Billigfleisch nochmal richtig fit werden). Wenn sie nun also unbedingt Fleisch essen will, soll ich zu ihr sagen "sieh zu, wie das zu dir nach hause kommt, ich kaufe das jedenfalls nicht!" oder was wäre die Alternative? Wie würdet ihr reagieren?

Meine Mutter z.B. kauft als trockene Alkoholikerin keinen Schnaps für meine Oma, den sie sich gelegentlich auch gern mal mitbringen lässt. Ließe sich das auch auf das Problem mit dem Fleisch übertragen?

3 Antworten

von
Nein

 

Sie kann ja was anderes essen.
von
Ich würde es ihr schweren Herzens kaufen. Sie ist 81 Jahre alt und wird ihre Essgewohnheiten wohl nicht mehr ändern. Man sollte ihre Situation nicht ausnutzen und ihr die eigenen Moralvorstellungen aufzwingen, dass fände ich irgendwie daneben.
von

Witzige Antworten bisher... "aufzwingen"... Aufzwingen könnte man es auch nenen, Veganer zum Metzger zu schicken. ;)

Generell finde ich das nen sehr schwieriges Thema, das kaum so pauschal zu beantworten ist. Es scheint mir relativ klar, dass deine Großmutter ihre Ernährungs- und Lebensweise nicht mehr umstellen wird. Stellt sich also die Frage nach deinem Anspruch. Wenn du generell Tierleid verhindern möchtest, wäre die Frage, ob sie das Fleisch nicht so oder so bekäme, z.B. von anderen oder geliefert, und einfach nur eure Beziehung leiden würde (keine Ahnung, wie das bei euch aussieht, reine Spekulation). Oder geht es darum, dass du definitiv kein Fleisch holen, kaufen, anfassen möchtest? Dann wäre die Antwort relativ einfach.

Insofern denke ich, du kannst die Situation deiner Mutter in gewisser Weise auf deine übertragen. Da stellt sich auch die Frage nach dem "Warum". Möchte deine Mutter das nicht, weil sie selbst kein Alkohol kaufen, haben o.ä. will? Oder geht es ihr darum, dass sie andere Leute nicht beim Trinken unterstützen will?

Im Endeffekt musst aber nur du wissen, was du mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, was dir zu viel ist usw. Ich fände es nur wichtig, es deiner Großmutter gegenüber sehr ruhig und auf persönlicher Ebene zu erklären, falls du das nicht möchtest. Also nicht "Ja, Massentierhaltung, Regenwald, Tierrechte, trallala." sondern eher "Ich fühle mich dabei sehr unwohl...blablub." Sodass eher auf Mitgefühl oder Verständnis für dich als auf die große Überzeugung gesetzt wird, welche wohl kaum noch zu erreichen ist.

 

 

Und an andere Antworten hier: Ich find´s etwas daneben, hier von "ausnutzen und aufzwingen" zu schreiben, wenn sich andere in solchen Situationen unwohl fühlen und in Gewissenskonflikte zu kommen. Da geht´s nämlich auch an die persönlichen Freiheiten, zu entscheiden, was man selbst mitverantworten möchte und was nicht, was nichts mit "anderen etwas aufzwingen" sondern nur mit der eigenen Person zu tun hat.

von
Vielleicht sollten manche Menschen einfach lernen, ihre eigenen Bedürfnisse nicht über alles und alle zu stellen. Ich finde es falsch, einer 81jährigen, gehbehinderten Frau den Einkauf zu verweigern. Aber das ist eine individuelle Entscheidung, die jeder selber treffen muss. Ist auch etwas lächerlich ihr zu sagen, dass man sich damit "unwohl" fühlt. Sie fühlt sich sicher auch "unwohl", dass sie nicht einfach selber einkaufen gehen kann, sondern andere fragen muss. Fragt sich nur, welches "unwohlsein" schwerer wiegt.
von
Nunja - wie "unwohl" (was eine in diesem Fall lächerliche Untertreibung darstellt) sich wohl die Lebewesen fühlen, die für den Leichenverzehr getötet werden, spielt wohl außen vor.

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