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Wie steht ihr zu zugesetzten Aromen in veganen Produkten?

in 5.) Produktanfragen von
Vielen veganen Produkten sind Aromen zugesetzt. Ich frage mich schon lange: Muss das sein?! Was sind diese Aromen? Mir geht es jetzt nicht darum, ob dieser oder jener Aromastoff vegan ist oder nicht, mir geht es um all diese Aromen insgesamt. Natürlich ist das nicht gerade (nun lässt sich über diesen Begriff auch wieder streiten). Ich versuche allerdings, unnötige Zusatzstoffe in Lebensmitteln zu meiden (auch weil ich ein Kleinkind habe und dieses nicht mit künstlichen Geschmacksstoffen füttern will). Deshalb sträubt sich irgendwas in mir auch immer noch, veganen Käseersatz zu kaufen.

Geht es anderen Veganern ähnlich, oder ist euch egal, was in eurem Essen so alles drinsteckt, hauptsache es ist nichts tierliches?

4 Antworten

von
Also ich für meinen Teil versuche tendenziell schon, künstliche/zugesetzte Aromen zu vermeiden, ebenso wie sonstige komische Zusatzstoffe aller möglicher Couleur (Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel...) - allerdings nicht dogmatisch. Veganen Käseersatz liebe ich z.B. sehr, auch wenn der nicht grade besonders gehaltvoll an irgendwelchen guten Sachen ist^^ Aber er schmeckt mir total gut, drum ess ich den öfter.

Bei anderen Dingen versuch ich immer mehr, auf do it yourself umzusteigen, da rumzuexperimentieren macht mir auch Spaß. Also z.B. Mandelmilch, Pudding, Vanillesauce, Tofubutter, Vanillezucker, Brot und andere Gebäck... Ist ja oft auch eine beträchtliche Kostenersparnis.  Aber auch hier wieder nicht auf Krampf, wenn ich mich grade faul fühle, kauf ich es halt ;)
von
Ich versuche zu vermeiden, Lebensmittel zu konsumieren, die mit diesen oder jeden Stoffen vollgepumpt sind. Vor allem, wenn irgendwelche E- Nummern dahinter stehen, bin ich eher abgeneigt. Meistens schaue ich aber gleich im Internet (www.das-ist-drin.de), was die Nummern bedeuten, und auch, ob ein Produkt wirklich vegan ist. Manchmal lässt es sich nur nicht vermeiden, was sehr schade ist. Ich glaube, um dies zu vermeiden, sollte man am besten auf alle Sachen aus der Tüte (Suppen...) verzichten (obwohl die auch meist nicht vegan sind, oft ist Milchzucker drin- so etwas unnötiges!)
Genau hinschauen hilft einfach nur, als einzige Alternative zur selbstverpflegenden Lebensweise ;-)
von
Ich ärger mich auch über Aromen, Geschmacksverstärker whatsoever in veganen Lebensmittel. Wenn neue Produkte erscheinen wie z. B. sämtliche Käsescheiben muss ich sie unbedingt ausprobieren mit oder ohne Aromen, danach merke ich das ich auch ohne die auskomme. Ansonsten bevorzuge ich natürliche Lebensmittel.
von
Wichtig ist mir nur, dass es vegan ist und schmeckt. Ich halte nix davon, auf seine Ernährung zu achten, um gesünder zu leben. Wenn man gesundheitliche Probleme bemerkt, kann man - wenn möglich - versuchen über Ernährung und Sport gegenzusteuern.

Man muss natürlich gewisse Sachen im Gefühl haben. Ein erwachsener Mensch, der sich EXTREM einseitig ernährt, ist bereits krank. Bei Kindern allerdings ist es vollkommen unbedenklich, wenn sie sich wochenlang fast nur von Nudeln ohne Sauce ernähren.

Ich liebe gutes Essen, fühle mich gesund und habe keine Lust, mich mit noch mehr "bösen" Lebensmitteln zu beschäftigen. Ich kenn eh alle Zutatenlisten auswendig und hab nen ganz guten Überblick, was ich esse. Das wahrzunehmen reicht mir.
von
Liegt da nicht ein Widerspruch in deiner Aussage.. Du sagst du hälst nichts davon auf ernährung zu achten um dadurch gesünder zu leben.. Und schreibst dann, dass man bei gesundheitlichen problemen mit Ernährung gegensteuern kann.. Ist es nicht schlauer zu versuchen sich gesund zu ernähren bevor man krank ist außerdem... Du bist doch nicht ernsthaft der Meinung, dass man Kinder wochenlang mit nudeln ohne alles ernähren kann.. Klar verhungern würden sie nicht.. Dennoch halte ich so eine Aussage für absolut hirnrissig.. Nimm mir das nicht übel.. Ich frag mich nur, warum bis zur schmerzgrenze gehen wenn die Möglichkeit besteht durch Prävention Krankheiten zu vermeiden.. Natürlich ist es deine Sache wie du dich ernährst.. Doch meine Eltern haben sich damals auch keine Gedanken gemacht und das nehm ich ihnen heute übel..
Gruß Tareek
von
Hey Tareek,
vielen Dank für deine Antwort.
Meine Aussage ist tatsächlich nicht klar formuliert. Im Wesentlichen wollte ich einfach Entspannung in die Thematik bringen.
Es gibt sooo viele, teils widersprüchliche, Ratschläge, was eine gesunde Ernährung betrifft. Ich denke, dass man sich bereits gesund ernähren kann, wenn man auf seine Lust und seinen Körper hört und aufpasst, wenn es doch mal einseitiger werden sollte. Ich persönlich kriege dann schon immer Lust auf was neues.
Dass es nicht jeden Tag nur Pommes oder Tütensuppe gibt, wenn Kinder im Haus sind, ist für mich selbstverständlich. Auch hier war meine Aussage etwas dürftig. Ich meinte, wenn sich ein Kind entscheidet, wochenlang nur Nudeln zu essen, OBWOHL andere Sachen (Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst etc.) angeboten werden, dann ist das OK. (Literatur: Mein Kind will nicht Essen - Carlos Gonzales) Auch schätze ich, dass man z.B. den Süßigkeitenkonsum von Kindern beschränken sollte. Zu dem Thema gibt es noch viel zu sagen, aber das wird mir grad zu viel.
Letztlich war mein Beitrag gemeint als ein Plädoyer für Vertrauen in die eigene Lust und gesunden Menschenverstand. Den bei all den abgefahrenen Ernährungstipps und Ernährungs-No-Gos (Aromen ;)) kann man schnell schon mal den Kopf verlieren.
LG Lutz
von
Mir selbst ist das ziemlich egal. Ich mag es auch nicht, wenn das alles (gesund, bio, zusatzstofffrei, "natürlich", gentechnik-frei; womöglich auch noch biodynamisch//demeter und so'n alberner und zudem unveganer Kram) mit "vegan sein" zusammengeklatscht wird. Hängt wohl bei mir insbesondere damit zusammen, dass ich als Skeptiker eine ziemliche Aversion gegen dieser zu großen Teilen irrationalen Technik/"Chemie"-ist-böse-Hysterie und gegen Esoterik-Pseudoweisheiten habe, was meiner Erfahrung nach oft der Grund dafür ist.   Auch damit, dass es dann für viele wohl so rüberkommt, als ob Veganismus nur was für Mittelklasse-und-darüber-Hippie-Schnösel ist, die sich ständig Bioläden und mysteriöse Naturprodukte aus Übersee leißten können und jeden Tag sonstwie Zeit zum Kochen haben.

Andererseits finde ich es natürlich völlig okay (und meist unterstützenswert), dass sich Leute darüber Gedanken machen, was sie da eigentlich so essen, und ihr Konsumverhalten überdenken. Ich bin jedenfalls der Überzeugung, dass klar ersichtlich sein sollte, was in einem Produkt drin ist, auch wenn ich mir sehr sicher bin, dass es im Allgemeinen niemandem nennenswert schaden wird, gelegentlich mal Zeug mit Farb- oder Aromastoffen zu essen. Oder dass ich die Umwelt eher mit um die halbe Welt geflogenen Maracujas zerstöre, als mit ein paar Industrie-Aromen.

Weiß aber jetzt nicht, ob ich da bei Kindern und anderen Menschen in meiner Verantwortung ein bisschen vorsichtiger handeln würde als bei mir...
von
Du sprichst mir aus der Seele. Und das vor genau einem Jahr. Magic. ;)
von
hallo,
Käse ist ein MIlchprodukt, das dadurch auch den typischen Geschmack erhält. wenn jemand keine Milchprodukte will, sondern veganen Ersatz, dann muß dieser ja aus irgendetwas hergestellt werden. Im einfachsten Fall ist das eben klassischer, vor einiger Zeit noch völlig verteufelter, billigster "Kunstkäse" oder "Imitat". Er besteht aus Fett und Stärke- und schmeckt auch so. Damit es käsig schmeckt braucht es wohl Aroma.

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